Die Baustatistik 2026 zeichnet ein differenziertes Bild: Während der Wohnungsbau nach den Turbulenzen der Vorjahre langsam stabilisiert, wächst der Bereich Sanierung und Bestandsertüchtigung stark. Rund 60 % aller Bauinvestitionen fließen in Bestandsgebäude – ein historischer Höchststand.
Die Anzahl der Baugenehmigungen für Neubauten liegt weiterhin deutlich unter dem Bedarf: Fachkräftemangel, gestiegene Materialpreise und komplexe Genehmigungsverfahren bremsen die Branche. Gleichzeitig steigt die Produktivität durch Vorfertigung und modulares Bauen – Fertigteilquoten erreichen 2026 neue Rekordwerte.
Ein klarer Gewinner ist der ländliche Raum: Immer mehr Bauprojekte entstehen außerhalb der Metropolen. Die Statistik zeigt, dass Kommunen unter 20.000 Einwohnern 2026 erstmals mehr Bautätigkeit verzeichnen als mittelgroße Städte. Dezentralisierung als Bautrend – messbar, sichtbar, nachhaltig.
